Georg Herwegh

Viel gesungen müd gerungen

Viel gesungen, müd gerungen Und der Abend stellt sich ein; Wie mir’s eben auch gelungen Unten muss es besser sein Lass mich ruhen, Herr! und schlafen Und vergessen dieses Land! Lass den Schiffer in den Hafen Denn das Elend sitzt am Strand Wenn in neu belaubten Bäumen über mir die Blüte klagt Lass mich in der …

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Georg Herwegh | 2017

Und immer mehr Soldaten

Und immer mehr und immer mehr Und immer mehr Soldaten! Herr Wilhelm braucht ein großes Heer, Er sinnt auf große Taten. Er braucht’s nicht wider Dänemark, Er braucht’s nicht wider Kassel – Für solchen Quark, spricht Herr Bismarck, Genügt ein stark Gerassel. Er braucht es nicht am Rhein, am Po Die Flammenzeichen rauchen Schon längst …

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Georg Herwegh | 2017

Germania mir graut vor dir

Germania, der Sieg ist dein Die Fahnen wehn, die Glocken klingen Elsaß ist dein und Lotharingen Du sprichst: Jetzt muß der Bau gelingen Bald holen wir den letzten Stein Gestützt auf deines Schwertes Knauf, Lobst du in frommen Telegrammen Den Herrn, von dem die Herren stammen Und aus Zerstörung, Tod und Flammen Steigt heiß dein …

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Georg Herwegh | 1871

Bet und arbeit ruft die Welt

Bet und arbeit ruft die Welt bete kurz! denn Zeit ist Geld An die Türe pocht die Not bete kurz! denn Zeit ist Brot Und du ackerst und du säst und du nietest und du nähst und du hämmerst und du spinnst – sag mir doch, was du gewinnst Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht …

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Georg Herwegh | 1863

Mein Deutschland strecke die Glieder

Mein Deutschland strecke die Glieder Ins alte Bett so warm und weich; Die Augen fallen Dir nieder, Du schläfriges deutsches Reich. Hast lange geschrieen dich heiser – Nun schenke Dir Gott die ewige Ruh! Dich spitzt ein deutscher Kaiser Pyramidalisch zu. Die Professoren reißen Uns weder Thron noch Altar ein Auch ist der Stein der …

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Georg Herwegh | 1848

Im Parla-Parla-Parlament

Zu Frankfurt an dem Main – Sucht man der Weisen Stein Sie sind gar sehr in Nöten Moses und die Propheten Präsident und Sekretäre Wie er zu finden wäre Das Reden nimmt kein End Im Parla – Parla – Parlament Zu Frankfurt an dem Main Die Wäsche wird nicht rein Sie bürsten, und sie bürsten …

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Georg Herwegh | 1848

Einladung in die Berge

Komm, mein Mädchen, in die Berge Wo der Himmel tiefer blaut Und das stille Volk der Zwerge Uns kristallne Schlösser baut. Wo der Liebe morgenhellen Traum kein Schleicherohr belauscht Und: Triumph! von tausend Quellen Der vereinte Donner rauscht Wie entfremdet ist die Erde, Wie entweiht ihr Element, Seit der Mensch mit Angstgebärde Nur nach Schattenbildern …

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Georg Herwegh | 1845

Deutschland – auf weichem Pfühle (Wiegenlied)

Deutschland – auf weichem Pfühle Mach dir den Kopf nicht schwer Im irdischen Gewühle! Schlafe, was willst du mehr? Laß’ jede Freiheit dir rauben Setze dich nicht zur Wehr Du behältst ja den christlichen Glauben; Schlafe, was willst du mehr? Und ob man dir alles verböte Doch gräme dich nicht zu sehr Du hast ja …

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Georg Herwegh | 1841

Das Lied vom Hassen

Wohlauf, wohlauf, über Berg und Fluß Dem Morgenrot entgegen, Dem treuen Weib den letzten Kuß Und dann zum treuen Degen Bis unsre Hand in Asche stiebt Soll sie vom Schwert nicht lassen Wir haben lang genug geliebt Und wollen endlich hassen Die Liebe kann uns helfen nicht Die Liebe nicht erretten Halt du, o Haß, …

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Georg Herwegh | 1841

Reißt die Kreuze aus der Erden

Reißt die Kreuze aus der Erden! Alle sollen Schwerter werden, Gott im Himmel wird’s verzeihn. Laßt, o laßt das Verseschweißen! Auf den Amboß legt das Eisen! Heiland soll das Eisen sein. Deutsche, glaubet euren Sehern, Unsre Tage werden ehern, Unsre Zukunft klirrt in Erz; Schwarzer Tod ist unser Sold nur, Unser Gold ein Abendgold nur, …

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Georg Herwegh | 1841